"Happy End" eine Magazingeschichte von Dorothy Lane
alias Bertolt Brecht und Kurt Weill
Obacht, gebt Obacht!
Nach sechs Jahren Sommertheater im Wohlerspark und vielen glücklichen Stunden bei Grillwurst und Dosenbier präsentiert ELFEN IM PARK 2007 die erste Winterproduktion in der St. Johanniskirche. Abgesehen von der Jahreszeit und dem Dach über dem Kopf, bleibt aber selbstverständlich alles wie gehabt. So gilt beim Eintrittspreis in guter alter Elfentradition: Pay as much as you can, der Eintritt ist auf Spende. Auch bleibt wie immer der Aufruf zur wetterfesten Kleidung: Erinnern Sie sich zurück an Ihre Zeit als Ministrant! Denken Sie an warme Socken!!
Und nun zum Stück:
Gerade planen die gefürchtetsten Gangster der Stadt in Bills Ballhaus den größten Bankraub aller Zeiten, da fällt Lilian Holiday, ein überambitionierter Heilsarmeeleutnant getrieben vom strikten Willen Alles und Jeden zu bekehren, mit ihrem Missionarstrupp in das eher zweifelhafte Etablissement ein.
Mit flammenden Reden und gewagten Liedern lässt sie nichts unversucht, die schwarzen Seelen der Ganoven zu retten und bald schon steht das Herz des Oberganoven Bill Cracker lichterloh in Flammen. Wäre da nicht die Dame in Grau, der geplante Coup,... und was sollen der Govornor, der Reverent und all die anderen Ganovenkumpels von ihm halten? Bleibt also offen, ob im ewigen Kampf des Guten gegen das Böse, das Gute wird siegen können.
Aber soviel, und da halten wir es mit dem Autor, sei verraten: "Das Ganze endet happyendlich – selbstverständlich."
1929 erhält Bertolt Brecht den Auftrag, nach dem Erfolg der Dreigroschenoper einen weiteren Publikumsrenner nachzulegen. Brecht sagt zu, lässt aber seine Mitarbeiterin Elisabeth Hauptmann das Stück ausarbeiten und steuert selber nur die Songtexte bei. Als er während der Probenzeit Helene Weigel heiratet, kommt es zum Bruch zwischen ihm und Elisabeth Hauptmann. Brecht muss das Werk selbst vollenden, will aber am Ende, wie auch Elisabeth Hauptmann, nicht für den Text verantwortlich sein. Unter dem Pseudonym Dorothy Lane wird das Stück schließlich veröffentlicht, Elisabeth Hauptmann wird als die Übersetzerin genannt.
unter der Regie von Gabriele Erler berauben und bekehren Sie:
Bruno Bachem (Hannibal, Leutnant der Heilsarmee) , Kai Boggasch (Bob Merker, der Professor), May-Britt Dettbarn (Jane, Leutnant der Heilsarmee), Christiane Heinemann (die Fliege), Julia Heinemann (Heilsarmeemajor), Saskia Junggeburth (Lillian Holiday, Leutnant der Heilsarmee), Bo Lander (Bill Cracker), Jose Montana (Herr B.), Jörg Oswald (Der Gouvonor), William Parton (Sam Worlitzer, genannt Mammy), Marion Gretchen Schmitz (Mary, Leutnant der Heilsarmee), Joachim Quirin (Jimmy Dexter, der Reverend), Wolfgang Wobeto (Jonny Flint, genannt Baby)
Es musiziert das Dreipfennigsorchester
Regieassistenz: Marianne Hauttmann
Produtkionsleitung: Saskia Junggeburth
Musikalische Leitung: Axel D. Wolf
Kostüme: Caroline Dohmen