"Himmelwärts" ein Märchen in zwei Teilen
von Ödön von Horvath
Mit "Himmelwärts", der einzigen Komödie des 1938 verstorbenen Autors Ödön von Horvath, ist ELFEN IM PARK bereits zum zweiten Mal zu Gast in den heiligen Hallen der St. Johanniskirche Altona, die dem Ensemble seit der Eröffnungsproduktion "Happy End" von Bertolt Brecht/ Kurt Weill im Februar 2007 als Winterspielort dient. Allzu heilig wird es dabei aber auch in diesem Jahr nicht zugehen, wenn Sankt Petrus und der Teufel höchstpersönlich sich ein Stelldichein liefern, um Kontrakte über die Ewigkeit zu schließen und zu lösen, und mit dem Schicksal der leicht verführbaren Erdlinge ihr überirdisches Spiel zu treiben...
Und worum gehts?
Unten auf der Erde steht mitten im Winter Luise Steinthaler am Bühnentürl der Oper, ohne Schal, und wartet auf die Chance dem Intendant vorsingen zu können. Immer im Visier von Frau Steinthaler, der Mutter, die jung verstorben vom Himmel aus das Treiben ihrer Tochter beobachtet, und mit dem Petrus plaudert über das Tagesgeschäft. Und über ihren Mann den Herr Steinthaler, der unten in der Hölle büßt für seine Sünden. In die Hölle kommt auch bald der Intendant des Theaters, der beim Rasieren tot umfällt. Aber weil der sich in der Hölle allzu wohl fühlt, schickt ihn der Teufel im Tausch gegen eine reine Seele für die Ewigkeit wieder auf die Erde und die Luise ist für den großen Erfolg schnell bereit sich zu verkaufen. Da bleibt sogar im ersten Anlauf von ihr unbemerkt der Herr Hilfsregisseur Lauterbach, der sich zu Tode trinkt wegen der Zahnschmerzen. Aber man trifft sich ja bekanntlich immer zwei mal im Leben!
unter der Spielleitung von Gabriele Erler sehen Sie:
Christian Eldagsen (Leopold Lauterbach), Julia Heinemann (Frau Steinthaler), Saskia Junggeburth (Luise Steinthaler), Jörg Oswald (Petrus/ Portier), William Parton (Intendant), Johannes Schaefer (Teufel) und Marion Gretchen Schmitz (Garderobenhex)
Musik: Trautonia Capra Martial
Produktionsleitung: Saskia Junggeburth
Bühne: Christoph Ziegler
Ton: Willy de Janeiro