"Noch ist Polen nicht verloren" von Jürgen Hofmann
nach der Ernst Lubitsch Verfilmung "Sein oder nicht sein"
Heil Hamlet! Oder wie Hitler nach Posen kam
Posen 1939. Die Menschen sind in Aufruhr. Vor der Metzgerei Lubinski steht er. Leibhaftig und ohne Vorankündigung: Adolf Hitler, höchstpersönlich. Ein Staatsbesuch? Oder hat er sich verlaufen? Also, das kam so. Am posener Theater fanden gerade die Endproben zu „Gestapo“ einem Antinazistück statt, als wegen der politisch zugespitzten Lage die Premiere abgesagt wurde. Stattdessen gibt es nun – sehr zur Freude des Schauspielers Josef Tura – wieder
einmal den Hamlet. Denn den Hamlet spielt er am liebsten. Wäre da nicht der junge Flieger Stasnik der ihm die Freude vermiest, indem er Abend für Abend während seinem großem Monolog „Sein oder Nichtsein“ den Zuschauerraum verlässt. Aber nicht, wie Tura glaubt aus mangelndem Kunstverständnis, sondern um, die Gunst der Stunde nutzend, seiner Frau, der Schauspielerin Maria Tura, in ihrer Garderobe einen Besuch abzustatten. Und hier befindet dieser sich auch als die Nachricht vom Kriegsbeginn eintrifft. Stasnik zieht in den Krieg und die Schauspieler schließen sich der Widerstandsbewegung an. Als Stasnik fern der Heimat erfährt, dass eine Liste mit Namen von Widerstandskämpfern in die falschen Hände gekommen ist, fliegt er zurück nach Posen und hier nimmt zwischen Gestapo Hauptquartier und der übrig gebliebenen Theaterkulisse des nicht aufgeführten Antinazistücks eine rasante Komödie um polnische
Doppelagenten, tapfere Schauspieler, unterbelichtete Nazioffiziere, falsche Bärte, geheime Nachrichten, heiße Liebesschwüre und dem buchstäblichen Spiel um Sein oder Nichtsein seinen Lauf.
Unter der Regie von Gabriele Erler spielen:
Niklas Bardeli (Stasnik), Christian Eldagsen (Schulz), Julia Heinemann (Olga), Saskia Junggeburth (Maria Tura), Jörg Oswald (Grünberg)
, William Parton (Jack Benny), Nikolaos Ritsikalis (Dobosch), Christian Rothholz (Konzentrationslager Erhardt),
Johannes Schaefer (Josef Tura), Joachim Schlösser (Prfessor Siletzki), Marion Gretchen Schmitz (Magda) und Wolfgang Wobeto
Musik: Axel D. Wolf
Kostüme: Judith Szillus
Video: Saskia Junggeburth + Jose Montana
Produktionsleitung: Saskia Junggeburth
Maske: Nina Heppelmann