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Tanz mit dem Teufel
Das Luiserl (Saskia Junggeburth) will hoch hinaus. Mit ihrem schönen lyrischen Sopran will sie sich in die Herzen der Menschen singen.
Unsterblich will sie in der Erinnerung der Zuschauer werden. Dafür ist sie bereit einiges an Opfern zu erbringen. Durch Vermittlung des
Identanten (William Parton), der seinerseits einen Pakt mit dem Teufel (Johannes Schaefer) geschlossen hat, verkauft sie ihre Seele an den
Hüter der Hölle. Erst danach merkt sie, auf was für einen Kontrakt sie sich eingelassen hat. Auch ihre Gefühle hat sie mitverkauft und
kann sich demzufolge auch nicht mehr über ihren Erfolg freuen.
Gabriele Erler hat für die Winterinszenierung der Elfen im Park in der Johannis-Kirche ein schaurig stilisiertes Amb
iente geschaffen.
Egal ob sie schon bei Petrus im Himmel, bei dem Teufel in der Hölle oder noch auf Erden ihr Dasein fristen, befinden sich die weiß
geschminkten, mit schwarzen Augenrändern versehenen Personen allesamt zumindest schon im Vorstadium des Todes. Mit sphäriger Höllenmusik
vom Theremin (Trautonia Capra) wird jeder Auftritt des Teufels untermalt. Auch die Kostüme sind mit viel Sinn für Humor ausgefeilt.
Petrus trägt z.B. zu seinem weißen Frottee-Bademantel einen Plastik-Heiligenschein und seine Himmelsgenossen schief sitzende Flügel.
Die leiseren Momente in dieser Inszenierung sind die schönsten. Dann lässt Erler den wunderbaren Kirchenraum mit seiner tollen Akustik zur
Geltung kommen. Erler hat eine Stilisierung der Darstellung gefunden, die distanzierend künstlerisch wirkte und dem Märchen in zwei
Teilen von Ödön Horvarth eine zweite Ebene gab. Die Lust an der Übertreibung mancher Figuren machte zudem dem Publikum großen Spaß.
Stürmischen Applaus spendeten sie den Elfen zum Schluss des himmlischen Theatervergnügens